Wie du deine Finanzen organisierst – Teil II

finanzen-organisieren-ii

Im 1. Teil der Serie (hier) haben wir darüber gesprochen, wie wichtig es ist, einen Überblick über die eigenen Finanzen zu haben um unabhängig und erfolgreich seine finanziellen Ziele erreichen zu können.

Nun möchten wir unsere Finanzen konkret analysieren und planen. Das kannst du auf verschiedene Art und Weisen tun.

Das wichtigste jedoch vorweg – sei ehrlich zu dir selbst. Ich weiß persönlich, das fällt oft schwer. Am Anfang kann es hilfreich sein, alle Belege und Rechnungen, die in einem Monat angefallen sind z.B. in einer Mappe zu sammeln und sich für die Einpflege und Sortierung am Ende des Monats ein bisschen Zeit zu nehmen. Warum hilft dir das? Du bekommst ein realistisches Maß und Gefühl für deine persönlichen, vor allem variablen, Ausgaben.

Die verschiedenen Kostenarten

Unterteilen solltest du deine fixe Kosten, als auch variablen Kosten in Kategorien, da es wenig Sinn macht, jede Position einzeln aufzulisten. Du kannst z.B. folgende Bereiche anlegen:

Einkommen: z.B. Nettogehalt, ggf. Kindergeld, Nebenjob, Freelance Work etc.

Fixe Ausgaben: z.B. Miete, Strom, GEZ, Versicherungen, Telefon & Internet, ETF Sparpläne, Bahnkarte und sonstige Verträge die du hast.

Variable Ausgaben: Lebensmittel, Kleidung, Hobbies, Einzelfahrten, Freizeitaktivitäten oder andere Reisen, Restaurantbesuche, Kino, Bars etc.

Deine Kategorien kannst und solltest du individuell gestalten, da wir alle verschiedene Lebensmittelpunkte haben und damit auch unsere Ausgaben sehr individuell sein können. Die Fixkosten sind erfahrungsgemäß im Bereich Wohnen bei den meisten von uns als Kategorien so vorhanden.

Arten von Haushaltsbüchern

Nun hast du verschiedene Möglichkeiten dein eigenes Haushaltsbuch zu führen und deine Ausgaben zu tracken:

  1. auf Papier: Du kannst dir ein ganz klassisches Haushaltsbuch mit Stift und Karopapier erstellen. Du rechnest deine Ausgaben, fixe Kosten und variablen Kosten mit einem Taschenrechner zusammen und kategorisierst sie. Das ist sicherlich nicht die modernste Form eines Haushaltsbuchs, erfüllt aber auch seinen Zweck.
  2. In Excel oder einem anderen elektronischen Tabellenkalkulation: Wer sich ein bisschen mit Excel auskennt, kann ganz einfach ein schönes Haushaltsbuch erstellen und seine Ausgaben und Einnahmen einfach summieren und kategorisieren. Jeden Monat könnt ihr z.B. die fixen Ausgaben einfach kopieren, ohne großen Aufwand und mit Formeln arbeiten. Ich persönlich nutze ein eigenes Haushaltsbuch in Excel. Solltet ihr Interesse an einer Excel Haushaltsbuch Vorlage von uns haben, schreibt gerne in die Kommentare!
  3. Haushaltsapps: Der größte Vorteil von Haushaltsapps ist natürlich, dass ihr diese ständig dabei habt und Ausgaben direkt ohne großen Aufwand in die App eintragen könnt. Eine bekannte App dafür ist YNAB – You need a budget. Zudem gibt es Apps, wie MoneyPro, finanzblick und moneycontrol. Apps können sehr sinnvoll sein um euch die Aufhebung von Belegen zu sparen und eure Ausgaben wirklich DIREKT einzupflegen.

Ich selbst nutze eine Kombination aus Excel und Haushaltsapp, was ich euch auch empfehlen kann um das eigentliche Ziel eines Haushaltsbuchs zu erreichen.

Fazit

Euer Haushaltsbuch hilft euch nun eure Finanzen zu organisieren, indem ihr eure Ausgaben im voraus plant (also ein Budget für verschiedene Kategorien festlegt) und indem ihr eure Ausgaben regelmäßig rückblickend durchschaut, mit eurem Budget vergleicht und damit noch mögliche Sparpotenziale und unnötige Ausgaben erkennt und eure Finanzen kontinuierlich optimieren könnt.

Viel Spaß beim Budgetieren!

Liebste Grüße

Hava

Du magst vielleicht auch

3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.