Konsumausgaben im Wandel: Wofür Du, deine Mama und deine Oma ihr Geld ausgegeben haben

Konsumausgaben im Wandel

„Früher war alles Besser“ – diesen Spruch bekommen wir ständig und gefühlt überall, vor allem von unseren Eltern und Großeltern, zu hören. Manchmal kann ein bisschen Nostalgie ja auch nicht schaden, oder? Denn oft kann ein Blick zurück auch ein Perspektiv-Wechsel bedeuten, um das Heute besser zu verstehen. 

Auch wenn ich selbst eher der Typ bin, der lieber nach vorne schaut, hat mich nach dem Sprichwort eine Frage in heutigen Zeiten von iPhone, Social Media, Künstliche Intelligenz & Co, nicht losgelassen:

Wie haben sich unsere Konsumausgaben im Wandel der Zeit verändert?

Für was hat meine Mama und mein Papa bzw. meine Oma und mein Opa in meinem Alter eigentlich damals ihr Geld ausgegeben? 

Während meiner Recherche für den Blog-Artikel habe ich eine sehr interessante Statistik aus dem Statistischen Monatsheft Baden-Württemberg 4/2012 gefunden, in dem die Konsumausgaben im Wandel statistisch erhoben und analysiert wurden.

Schauen wir uns das Ganze doch gemeinsam an. Nutze die Möglichkeit deine eigenen Ausgaben zu vergleichen – gibst Du mehr oder weniger für einzelne Positionen aus?

Die Statistik unterteilt die Ausgaben allgemein in die folgenden Kategorien:

  • Wohnen
  • Nahrungsmittel
  • Verkehr und Nachrichtenübermittlung
  • Kleidung und Schuhe

Lasst uns die Positionen im Einzelnen betrachten und vergleichen: 

Wohnen

Der größte Block früher wie auch heute unserer Ausgaben, nicht überraschend: Wohnen. Dafür gibst anteilig deutlich mehr Geld aus, als deine Oma in den jungen Jahren. Mieten und Wohnen wird immer teurer in Deutschland. Wenn man in großen Städten, wie München, Hamburg oder Berlin wohnt, weiß man, dass die Mietpreise deutlich gestiegen sind und auch weiterhin steigen. 

Konsumtipp:Suche Dir, wenn Du in Städten wie München bist, eine Wohnung, die Du beispielsweise mit der besten Freundin oder dem Freund teilen kannst – so spart man Geld, denn alleine wohnen ist meist deutlich teurer. Auch Studentenwohnheim oder eine Wohnung außerhalb der Innenstadt können eine alternative Option sein 🙂

Konsumausgaben im Vergleich, eigene Darstellung, Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 4/2012

Nahrungsmittel

Betrachtet man unsere Konsumausgaben im Wandel der Zeit sieht man: Für Brot & Co hat deine Oma zu ihren jungen Zeiten wiederum deutlich mehr von ihrem Gehalt ausgegeben als Du es tust. Allgemein legen die Deutschen im europäischen Vergleich weniger Wert auf Nahrungsmittel als es z.B. Franzosen oder die Italiener tun. Ich glaube allerdings, dass durch günstigere Importe und einen gut ausgestatteten Handel, sowie die Zunahme an Discountern die Lebensmittelpreise auch deutlich geringer sind als früher – Was meint ihr dazu?

Konsumtipp: Was mir hilft: Immer schön nach Einkaufsliste einkaufen und ein Budget setzen. Durch die große Auswahl wird man oft überschlagen und kauft Dinge ein, die man eigentlich gar nicht wollte und die wohlmöglich auch noch schlecht werden und weggeschmissen werden müssen…

Verkehr und Nachrichtenübermittlung

Ganz klar: 4% mehr von deinem Gehalt als deine Oma gibst du dafür aus. Aber: zu Recht. Deine Oma hat als sie in deinem Alter war, wahrscheinlich noch kein Smartphone gehabt. Das unsere Generation deutlich mehr Geld für diese Position ausgibt, halte ich für in meinen Augen als normal. Die Datenflatrate auf Handy und das W-Lan zu Hause sind ein absolutes Must Have für unsere Generation. Zudem besitzen heute deutlich mehr Menschen ein eigenes Auto, als zu Omas jungen Jahren

Konsumtipp: Du gibst deutlich mehr deiner Einnahmen für Verkehr und Nachrichtenübermittlung aus? Dann habe ich zwei Tipps für Dich: Vergleiche die Preise für Internetflats ganz einfach online z.B. über Check24. Hast Du ein Auto? Das ist komplizierter, denn ein Auto ist ein echter Geldfresser – Sprit, Reparaturen etc. Überlege Dir, ob Du das Auto wirklich brauchst, wenn Du z.B. in der Stadt wohnst und öffentliche Verkehrsmittel nicht günstiger sind. Ein Auto kann man mittlerweile auch über verschiedene Anbieter günstig ausleihen. 

Kleidung und Schuhe

Wir geben weniger Geld für Kleidung und Schuhe aus. Ganze 5% weniger als deine Oma. Deine Oma hat damals eben nicht bei H&M und Co eingekauft. Wenn ich mir den Kleiderschrank meiner Mama und Oma anschaue, dann gilt hier die Devise: Weniger, aber hochwertiger – was den Vergleich zu heute erklären mag. Heute kann man Kleidung deutlich günstiger erwerben… 

Konsumtipp: Weniger ist mehr – das ist meine persönliche Devise. Gibst du anteilig mehr Geld aus? Dann schau doch das ein oder andere Mal in einem coolen Second Hand Shop in deiner Stadt oder Flohmarkt vorbei. Hier kannst Du meinst neuwertige Teile günstig erwerben und schonst Umwelt und Geldbeutel 🙂

Ein Fazit: 

Insgesamt zeigt uns der Vergleich vor allem Eines: Mit steigendem Einkommen und verbundenen Wohlstand, sinken die durchschnittlichen Ausgaben für die Grundbedürfnisse wie Nahrungsmittel und auch Bekleidung. 

Wie fällst du selber in diesem Vergleich aus? Hast Du eigene Tipps & Tricks für einzelne Ausgabe Positionen?

Für mich waren die Erkenntnisse aus der Statistik sehr spannend und ich würde deshalb gerne eine kleine Serie daraus machen, in welcher die einzelnen Kategorien nochmals genauer unter die Lupe genommen werden und wir uns gemeinsam anschauen, wie deine Eltern und deine Großeltern eigentlich ihr Geld angelegt haben. Dazu demnächst mehr 😉

Liebste Grüße

Hava

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