Rechtsschutzversicherung – lohnt sich das?

Rechtsschutzversicherung

Aktuell leben wir in keinen einfachen Zeiten: Die Pandemie trifft nahezu jeden, ob direkt oder indirekt – auch mich. In den Zeiten von April bis August wurde, bedingt durch abgesagte Projekte, meine Arbeitszeit durch den Arbeitgeber reduziert – das heißt: Ich war in Kurzarbeit. Und wie es mit vielen Dingen im Leben so ist, kennt man natürlich nicht alle arbeitsrechtlichen Gesetzgebungen – was darf der Arbeitgeber, was ist nicht erlaubt, darf ich als Arbeitnehmer einen Nebenjob aufnehmen, was ist, wenn ich gekündigt werde? All die Fragen schwirrten in meinem Kopf herum. Im Internet findet man allgemeine Hinweise, aber sobald man individuelle Ratschläge erhalten möchte, braucht man einen Experten. Und nicht nur wenn es um Arbeitsrecht geht, ist man mit rechtlichen Fragestellungen konfrontiert, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Beispielsweise auch bei Immobilien – und da ich in diesem Zusammenhang bereits letztes Jahr schon mit dem Gedanken gespielt hatte, als es um meine eigene Immobilie ging, rollte die Frage nun wieder auf: Könnte mir eine Rechtschutzversicherung helfen und eine Ergänzung zu meiner langfristigen Vorsorge werden?

Finanzielle Risiken in Rechtsstreitigkeiten absichern

Quelle: DVA 2020, Versicherungsfachfrau 34d

Jeder möchte fair behandelt werden und sein Recht bekommen, was in einem Rechtsstaat und einer Demokratie auch genau richtig ist – aber das kann in vielen Fällen sehr teuer werden. Geht ein gerichtlicher Prozess verloren oder wird zu gleichen Teilen entschieden, sitzt man oft auf hohen Anwalts- und Gerichtskosten, die man übernehmen muss. Die Höhe der Kosten richtet sich in aller Regel nach dem Streitwert. Je höher also der Streitwert, desto höher auch die Kosten. Zudem spielt es eine Rolle, was für ein Verfahren angesetzt wird und vor welches Gericht man mit seinem Anliegen (ja hier gibt es tatsächlich Kostenunterschiede) zieht.

Gleichzeitig sind die Anwalts- und Gerichtskosten in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Somit kann auch rechtlicher Rat von einem Anwalt teuer werden. Es kann also einiges zusammenkommen.

Eine Rechtsschutzversicherung schafft Chancengleichheit, indem sie vor diesen finanziellen Risiken absichert. Sie trägt die Kosten für alle Schritte, die erforderlich sind, um dem Versicherungsnehmer zu seinem Recht zu verhelfen.

Für jedermann die perfekte Rechtschutzversicherung dabei

Also vorweg, wie bei allem im Leben: Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau – das gilt auch in Sachen Rechtsschutzversicherung. Es gibt keine Versicherung die dich gegen alle erdenklich möglichen Rechtsstreitigkeiten absichern kann – das wäre viel zu teuer und ehrlich gesagt auch sehr wahrscheinlich rausgeschmissenes Geld. Es gibt aber bestimmte Leistungsarten der Rechtsschutzversicherung wie z.B. Schadenersatz, Arbeitsrecht, Vertrags- & Sachenrecht, Steuerrecht etc., die gewisse Leistungsbereiche abdecken.

Das Gute dabei ist: Jeder kann seinen individuellen Bedarf absichern.

Wichtig zu beachten ist, dass es je nachdem in welchem Leistungsgebiet man sich bewegt, eine Wartezeit von 3 Monaten nach Abschluss geben kann – sodass man nicht vorsätzlich, weil sowieso ein bestimmter Fall ansteht, eine Rechtschutzversicherung aufnehmen kann. Eine Auflistung für welche Fälle das gilt, findet ihr in der Tabelle.

Leistungsarten mit Wartezeit (3 Monate)Leistungsarten ohne Wartezeit
Arbeits-RechtsschutzSchadenersatz-Rechtsschutz
Wohnungs- und Grundstücks-RechtsschutzDisziplinar- und Standes-Rechtsschutz
Rechtsschutz im Vertrags- und SachenrechtStraf-Rechtsschutz
Steuer-Rechtsschutz vor GerichtenOrdnungswidrigkeiten-Rechtsschutz
Sozialgerichts-RechtsschutzBeratungs-Rechtsschutz im Familien- und Erbrecht
VerwaltungsrechtsschutzOpfer-Rechtsschutz
Wartezeiten für Leistungen im Überblick

Welche Kosten deckt sie ab?

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt alle Kosten (natürlich bis zu einer vertraglich vereinbarten Höhe), die mit dem Rechtsstreit verbunden sind: Kosten für die erste Beratung und Konsultation beim Anwalt, weitere Anwaltskosten, Gerichtskosten, Vollstreckungskosten und Kosten für die gegnerische Seite, falls man den Fall verlieren sollte, werden übernommen.

Eine Rechtsschutzversicherung kann für jedermann Sinn machen

Du siehst – durch die Möglichkeit der Auswahl individueller Rechtsgebiete innerhalb der Versicherung kann der Rechtsschutz für jedermann relevant sein bzw. relevant werden. In meinem Fall zum Beispiel im Bereich Arbeitsrecht auf Grund der Kurzarbeitsthematik als Arbeitnehmer und als Immobilieninvestorin und damit Vermieterin im Bereich Mietrecht.

Was ich gemerkt hab: In Sachen Versicherung macht eine individuelle Beratung in jedem Fall Sinn – so kann man gemeinsam mit einem Berater den individuellen Bedarf ermitteln – gleichzeitig hilft ein Berater durch den ganzen Vertragsdschungel zu kommen, der viel Zeit abverlangen kann.

Sich beraten lassen – aber wo?

Was die Kosten angeht: Das ist super individuell und richtet sich nach deinem Bedarf, aber prinzipiell kann man eine Rechtsschutzversicherung schon ab 13 € im Monat abschließen. Eine tolle Möglichkeit für die individuelle Beratung und Bedarfsermittlung bietet unter anderem die Sparkasse, bei welcher ich seit meiner Jugend einen Großteil meiner Finanzen und Versicherungen regle und deshalb auch froh bin, in dieser Kooperation über die Rechtsschutz-Versicherung zu sprechen. Hier kann man sich persönlich, aber auch in Zeiten von Corona persönlich digital mit einem Berater unverbindlich und kostenlos austauschen, offene Fragen klären und den individuellen Bedarf ermitteln. Mehr Informationen dazu findet ihr hier*, direkt auf der Seite der Sparkasse.

Ich persönlich spreche sehr gerne mit jemandem persönlich – warum? Weil jeder Mensch individuelle Bedürfnisse hat – auch in Sachen Vorsorge. Ich ziehe gerne folgenden Vergleich: Wenn man eine Erkältung hat, weiß man grob, was man dagegen tun kann – wenn man aber ein anderes Problem hat, geht man zum Arzt. So ist es mit der finanziellen Vorsorge auch. Wichtig ist, dass man sich darum kümmert, sich umfassend informiert und den ersten Schritt in die Wege leitet. Man muss für sich selbst abwägen, was für eine Versicherung sinnvoll ist und man benötigt. Man sollte sich hier wirklich Gedanken machen und auch nicht zu fahrlässig sein, denn: die schlechteste Vorsorge der Welt ist die, die man nur fast gemacht hätte 😉

Hast du eine Rechtsschutzversicherung? Was sind deine Erfahrungen?

Liebste Grüße

Hava

*Werbung: Dieser Artikel wurde in Kooperation mit der Sparkasse erstellt

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.